
Die deutschen Maschinenbauer wissen, dass es anderen Branchen in Deutschland und in anderen Ländern ihrer eigenen Branche noch schlechter geht. Bild: dpa
Die deutschen Maschinenbauer geben sich im Krisenjahr bisher erstaunlich gefasst. In der Digitalisierung sehen sie sich als Vorreiter, dabei haben sie dort den entscheidenden Schritt meist noch nicht getan.
In einer Kernbranche der deutschen Industrie ist die Lage ernüchternd, aber ihren Protagonisten bietet sich immerhin ein doppelter Trost: Die deutschen Maschinenbauer wissen, dass es anderen Branchen in Deutschland und in anderen Ländern ihrer eigenen Branche noch schlechter geht – in Italien etwa, wo der Maschinenbau ebenfalls eine Schlüsselrolle innehat. Das relativiert die Corona-Krise und ihre Folgen zumindest ein wenig.
Die deutschen Maschinenbauer geben sich in diesem Krisenjahr bisher jedenfalls erstaunlich gefasst. Natürlich ist von Betrieben zu hören, deren Standorte voller fertiger Maschinen stehen, die derzeit keiner abnimmt. Auch ist der Rückgang des Auftragseingangs flächendeckend alarmierend. Fast die Hälfte der im Maschinenbauverband VDMA organisierten Unternehmen meldete zuletzt merkliche, rund ein Drittel sogar schwere Einbußen. Mehrheitlich wird ein Umsatzminus von 25 bis 30 Prozent in diesem Jahr erwartet. Die Branche wirtschaftet also nicht auf einer Insel industrieller Glückseligkeit, auch für sie geht es gerade ums Ganze.
August 02, 2020 at 11:00PM
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Stunde der Wahrheit im Maschinenbau - FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung
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